Wie wird im Dorf Dolinka der Ort eines ehemaligen Lagers genutzt? Was ist mit den Baracken der „speziellen Umsiedler“ in Urdoma geschehen? Stacheldraht – was ist das heute? Ein Symbol für die Tragödie des 20. Jahrhunderts oder ein gutes Mittel, um seinen Garten vor ungebetenen Gästen zu schützen?
Das alles erzählt uns nicht nur viel über die Vergangenheit sondern ebenso viel wie über die Gegenwart. Mein Projekt ist eine Fotoausstellung vom heutigen Zustand jener Städte und Dörfer, in denen sich zu verschiedenen Zeiten Gulag-Anstalten befanden. Ziel der Ausstellung ist es, den Besuchern emotionale Anregung, Anstoss zum Nachdenken oder zumindest Anlass zur Positionierung bezüglich des Problems der historischen Erinnerung an die Gulags zu geben.
Die Eröffnung findet am 22. Februar 2011 im Art-Zentrum Borej (St. Petersburg, Russland) um 19:00 Uhr statt. Die Ausstellung dauert bis zum 5. März 2011.
St. Petersburg (RU)
Olga Shonova