Datum: 22. Juli - 4. August 2007
Seminarleiter: Kristina Pokorna, Lisa Wiesbrock, Matthias Haberl und Sandra Topalovski
Ort: Sarajevo und Kri?evići (Bosnien und Herzegowina)
Um die Gesellschaft zu verändern, wie wir es im Theodor-Heuss-Kolleg im Kleinen tun, wollten wir den üblichen Rahmen sprengen. Die Erfahrungen aus dieser Explosion wollten wir mitnehmen und möglicherweise auch in unseren Projektkoffer packen und in unseren Heimatländern wieder aus diesem Koffer herausholen. Normalität bietet Sicherheit an und eine spezielle Position als abnormal ist erstmal schwierig.
Doch das (soziale, politische, kulturelle, ?) Konzept ?Normalität? wirkt in der Realität natürlich genauso wie auf unserem Seminar, und wir alle hatten schon der Anspruch, dieses Konzept auf seine Brauchbarkeit, Notwendigkeit aber auch Grausamkeit (da es nicht-normale Menschen ausschließt) zu überprüfen. Das haben wir in Bosnien und Herzegowina gemacht, einem Land das aus vielen Gründen zum Thema passt.
20 KollegiatInnen aus 14 Ländern haben sich über Normen ausgetauscht und mit vielfältigen Methoden (Referate, Rollenspiele, Forumtheater, Bet Zavta, unsichtbares Theater, Textarbeit uvm.) Normalität und Abnormalität am eigenen Körper gespürt und daraus ihre Konsequenzen gezogen. Gleichzeitig haben wir über das gesamte Seminar hinweg Projektideen entwickelt und vor allem im letzten Teil des Seminars auch konkrete Projekte entwickelt. Projekte, welche unsere Umgebung ein Stückchen bunter, verrückter und für manche Menschen auch einfach normaler machen sollen ?
