Bilderbrücke über Grenzen hinweg

Wo genaue liegt eigentlich Moldau? Ist die Ukraine nur Tschernobyl und laufen in Deutschland alle mit Lederhosen rum und essen Schweinbraten mit Sauerkraut?

Mit unserem trinationalen Projekt "Bilderbrücke über Grenzen hinweg" zwischen der Ukraine, Moldau und Deutschland möchten wir eben solche Stereotype entkräften und dem Unwissen begegnen. Wir, das sind 27 junge Menschen aus Chisinau, Czernowitz und Chemnitz, tauschen einander über das Internet aus, schießen Fotos, die wir in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentieren.

Unsere Aktivitäten

In unserem trinationalen Projekt zwischen der Ukraine, Moldau und Deutschland gehen wir zwei Wege, die beide zu dem Ziel führen sollen, die Mauern in den Köpfen vieler Menschen zwischen den drei Staaten abzubauen.

Zunächst suchen wir in unseren Heimatstädten Chemnitz, Chisinau und Czernowitz acht junge Menschen, die ihr eigenes Land kreativ und lebendig präsentieren möchten und Lust haben, mehr über die beiden anderen Länder zu erfahren. Abgesehen von einer grundlegenden Information über die beiden Partnerländer, steht eigenständiges Lernen im Vordergrund: die Teilnehmer stellen sich mittels eines Steckbriefes in der Onlinegalerie des Theodor-Heuss-Kolleges vor und beschreiben, was sie an den anderen Ländern besonders interessiert. Anhand dieser Beschreibungen bilden wir gemeinsam Trios aus den Vertretern aller drei Länder. Auf dieser Basis findet ein Austausch in dem Onlineforum und in dem Chatraum des Theodor-Heuss-Kolleges statt: Jeweils zwei Trios übernehmen Themen aus den Bereichen 1) Politik und Wirtschaft, 2) Kultur und Gesellschaft, 3) alltägliches Leben sowie 4) Schon gewusst? - Interessantes zu den Ländern, und stellen sie im Forum zur Diskussion. Diese Form interkulturellen Lernens ist nicht nur spannender als rein theoretisches Arbeiten, sondern gibt auch einen individuellen Einblick in das Leben in den anderen Ländern Vor diesem Hintergrund überlegen sich die 24 Teilnehmer, wie sie ihr Land durch Fotos aus den Bereichen "Hier gibt's was zu sehen" (Sehenswertes im eigenen Land), "Das muss besser werden" (Probleme des Landes) und "Fenster ins Leben" (Eindrücke aus dem Alltag) kreativ und lebendig darstellen können. In einem anschließenden Seminar von zwei Tagen setzen sich die jungen Erwachsenen in den drei Städten noch einmal intensiv mit den Partnerländern auseinander und bereiten eine Fotoausstellung vor.

Diese Ausstellung "Bilderbrücke über Grenzen hinweg" mit jeweils 27 Fotos aus der Ukraine, Moldau und Deutschland ist die zweite Phase unseres Projekt und gibt der Öffentlichkeit in Chemnitz, Chisinau und Czernowitz einen Einblick in die fremden Länder im Kontrast zum eigenen Leben. Um möglichst viele Besucher für die Ausstellung zu begeistern wird eine bekannte Persönlichkeit, wie der Bürgermeister oder ein Botschafter der anderen Länder für die Schirmherrschaft gewonnen; außerdem ist eine feierliche Eröffnung mit Rednern und der Presse geplant. Während der zwei- bis dreiwöchigen Präsentation werde zeitweise Gruppenmitglieder anwesend sein, um Fragen der Besucher zu beantworten, außerdem werden Bewertungsbögen mit Fragen ausgelegt. Abschließend evaluieren wir sowohl die Arbeit in unseren Gruppen mit detaillierten Fragekatalogen und einer Auswertungsrunde, als auch die Ausstellung mit Hilfe der Kommentare im Gästebuch, von Pressespiegeln und den Besucherzahlen.

Die Ziele unseres Projekts

Für viele Menschen in Deutschland hört Europa östlich von Polen und Tschechien auf. Moldau und die Ukraine sind zwar Nachbarländer, ihre Bewohner interessieren sich allerdings kaum füreinander - Deutschland ist ein ordentliches Paradies irgendwo weit weg in der EU. Ziel unseres Projekts ist es, über diese Grenzen in den Köpfen vieler Menschen Brücken zu bauen. Die Konstrukteure sind 27 junge Menschen aus den drei Ländern, die untereinander persönliche Kontakte knüpfen, im gegenseitigen interkulturellen Austausch etwas über die Partner lernen und so als Multiplikatoren im eigenen Land wirken. Mit den gemeinsamen Vorbereitungen für die Fotoausstellungen lernen sie, selbstverantwortlich und zielorientiert zu handeln und sie engagieren sich aktiv in ihrer Gesellschaft. Die Präsentation soll das Interesse der Bürger für die anderen Länder wecken, Stereotype abbauen und so einen Beitrag zu einer gemeinsamen europäischen Identität auch über die EU-Grenzen hinweg leisten.

Unsere Partner

vorhanden:

  • Europäische Bewegung Moldau (Unterstützung bei der Organisation: Ausstellungsraum für 1 Woche, Kontakte, Raum für Gruppentreffen)
    Assoziation für Europäische Information und Bildung (Öffentlichkeitsarbeit, Ausstellungsraum für 1 Woche)
  • House of Europe-Moldova (Öffentlichkeitsarbeit über das Internet)
    Deutscher Lesesaal in Chisinau (Schirmherrschaft, Informationen über Deutschland)
  • Bukowinazentrum Czernowitz (Mentorin der Robert Bosch Stiftung, kostenlose Kopien, Internetzugang, Bibliothek)
  • Czernowitzer Organisation der deutsche Jugend "Bukowina Phönix" (Unterstützung bei Öffentlichkeitsarbeit, Layout von Plakaten und Flyern)
  • Chernivtsi Internet Access an Training Programm (Internetzugang)
  • Technische Universität Chemnitz (Ausstellungsraum über 3 Wochen, Seminarräume mit Internetzugang für Treffen)
  • Frau Prof. Dr. Beate Neuss als Betreuerin im Rahmen des Bachelorprojekts des Studiengangs Europa Studien

geplant:

  • Botschafter der Ukraine in Chisinau (Schirmherrschaft)
  • Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Chisinau (Schirmherrschaft)
  • Freie Internationale Universität Moldau ( Ausstellungsraum für 1 Woche)
  • Friedrich Ebert Stiftung-Moldau (finanzielle Unterstützung)
  • Bürgermeister der Stadt Czernowitz (Schirmherrschaft)
  • Juri Fedjkowytsch Universität Czernowitz (Öffentlichkeitsarbeit)
  • Literaturwerkstatt Czernowitz (Dokumentation der Ausstellung)
  • Dr. Seifert, Bürgermeister der Stadt Chemnitz (Schirmherrschaft)
  • Botschafter der Republik Moldau in Deutschland (Schirmherrschaft)
  • Botschafter der Ukraine in Deutschland (Schirmherrschaft)

Mentoren des Projektes

  • Tornike Guruli, Seminarleiter THK, Chemnitz
  • Kathrin Hartmann, Kulturmanagerin der Robert Bosch Stiftung am Bukowina-Zentrum, Czernowitz
  • Markus Broich, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts Europäischer Politik e.V., Berlin

Das Projektteam

  •  Alexandra Palii
          24, aus Chisinau, Projektleiterin in Moldau
  • Oksana Nakonechna
          20, aus Czernowitz, Projektleiterin in der Ukraine
  • Sebastian Wehrsig